Das Herz wird nicht dement


In Deutschland sind ca. 1,5 Millionen Menschen an Demenz erkrankt, Tendenz steigend. Längst ist von einer neuen Volkskrankheit die Rede. Eine Erkrankung, die den ganzen Menschen betrifft- in seinem Denken, in seinem Erleben und seinem Handeln.


Der Verein Movere hat bislang Kinder in ihrer Entwicklung - ihrem Denken, Erleben und Handeln durch die Psychomotorische Behandlungsmethode gefördert. Es ist unumstritten, dass Bewegung genauso positive Effekte nicht nur für den jungen Menschen sondern auch für den alten und auch demenzerkrankten Menschen hat. Kräftigung und Erhalt der Mobilität, Stärkung von Herz- Kreislauf, bessere Durchblutung bis hin zur Verbesserung der Stimmung, des Wohlbefindens, des Gemeinschaftserlebens.


„Das Gedächtnis ist nicht nur ein Gedächtnis des Denkens, sondern auch ein Gedächtnis des Erlebens, ein Körpergedächtnis, ein Gedächtnis der Sinne, Klänge, Berührungen, Beziehungen und Begegnungen…. ein Gedächtnis des Herzens.“ So lautet die Aussage von Dr. Udo Baer (Institut für Gerontopsychiatrie, Neuenkirchen)



„Was liegt da näher auch ältere Menschen an dem positiven Erleben der Psychomotrik teilhaben zu lassen“ dachten sich Birgit Jarosch (Geschäftsführerin von Movere) und Erika Erdelkamp (Leitung vom sozialen Dienst Altenzentrum Liebfrauen) und starteten ein gemeinsames Projekt. Frau Wulf als Motopädin leitet die Gruppe mit bis zu 10 Bewohnern. Einmal wöchentlich trifft man sich zum Bewegen, Spielen, Denken …und Erinnern. Unterstützt werden die Akteure von Mitarbeiterinnen des Hauses um so Anregungen, Spiele, Aufgaben mit in den Alltag übernehmen zu können. Eine Woche bis zum nächsten Treffen ist lang, dies bedauerten auch die Teilnehmer, die so mit Spaß dabei sind, dass aus dem Projekt seit Januar ein fester Bestandteil der Kooperation geworden ist.

Altenzentrum Liebfrauen - Hamm